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Fasching im Ausseerland - Salzkammergut


Der Fasching ist die 5. Jahreszeit im Ausseerland - Salzkammergut. Es herrscht Ausnahmezustand in der Region, denn die "Maschkera"haben die Straßen übernommen. Trommelweiber, Flinserl und Pless prägen das Stadtbild am Faschingmontag und Faschingdienstag. Ein ganz besonderes Erlebnis für alle Gäste.

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Die Ausseer Flinserl

Die Flinserl sind die Frühlingsgestalten des Ausseer Faschings.Die Flinserlkleider sind aus Naturleinen gefertigt und mit bunten Tuchflecken in figuraler und ornamentaler Art bestickt. Zwischen den figuralen Darstellungen ranken sich in bunter Vielfalt Rauten und Ornamente. Die bunten Tuchflecken sind ihrerseits wiederum über und über mit Silberpailletten (Flinserl) bestickt.

Auffallend ist der aus Venedig bekannte Mohrenkopf, der auf vielen antiken Flinserlkostümen zu finden ist. Die prunkvollen Gewänder sollen durch den Salzhandel aus Venedig nach Bad Aussee gekommen sein.

Um ein derartig kostbares Kleid herzustellen braucht eine Hausfrau, wenn sie konsequent täglich 1 Stunde daran arbeitet, zwischen 1 und 1 ½ Jahren; somit zwischen 400 und 500 Arbeitsstunden. Insgesamt existieren rund 100 bis 120 Gewänder.

Der eigentliche Flinserlzug findet alljährlich am Faschingdienstag um 14 Uhr statt. Ausgehend vom Sammellokal Gasthof „Blaue Traube“ begibt sich der Zug, angeführt von der Flinserlmusik und beschützt durch die Zacherl, in geschlossener Formation und unter den Augen unzähliger Zuseher, durch das Ortszentrum auf den
Kurhausplatz.

Schließlich löst sich der Zug auf, und um die Flinserl scharen sich die Kinder, die nun laut schreiend ihre traditionellen Flinserlsprüche ( deftige Vierzeiler )aufsagen und von den Flinserl mit Nüssen und Süßigkeiten beschenkt werden.

Die Figur des "Zacherls", bewaffnet mit einer "Saublase", wacht strengsten darüber, daß kein Erwachsener den Kindern die Süßigkeiten streitig macht.

Die Trommelweiber

Männer, gekleidet in blütenweiße Nachtgewänder und Schlafhauben leiten ihren Auftritt ab 8 Uhr am Faschingmontag und Faschingdienstag mit ohrenbetäubendem Lärm auf großen Trommeln und anderen "Instrumenten" ein.

"Gestandene Mannsbilder" in Frauennachtgewändern der vergangenen Jahrhunderte, die mit Trommeln und Trompeten den Winter aus dem Ort vertreiben wollen. In früheren Zeiten war man der Meinung, dass Naturgewalten, wie z.B. der Winter, mit Lärm verjagt werden könnten.

Die Trommelweiber ziehen am Faschingmontag nach der Melodie des „Ausseer Faschingmarsches“ durch den Ort, wobei diese Melodie von einem Rhythmus getragen wird, der während der drei „heiligen“ Faschingtage an allen Ecken und Enden des Ausseerlandes zu hören ist.

Pless:

Die Pless stellen gewissermaßen den Winter dar. Sie sind in alte wattierte Kleider gehüllte Männer, die über den Kopf einen Bienenkorb gestülpt haben und in der Hand einen Stock tragen, an dessen Ende ein Schmutzlappen befestigt ist. Mit diesem in den Straßenpfützen benetzten Lappen bewehrt, jagen sie den Kindern nach, die mit lautem Schlachtgebrüll „Pless, Pless . . .“ ihrerseits die Pless mit Schneebällen zu treffen suchen. Die Schlacht bzw. die Jagd zwischen den Pless und den Kindern wogt hin und her, bis die Pless vollkommen ermattet die Straßen verlassen und so der Winter aus dem Ort getrieben wird. Vor allem sind es die Buben zwischen 8 und 15 Jahren, die den Pless nachjagen, bzw. von diesen gejagt werden.

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