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GRUNDLSEER TROMMELWEIBER (seit 1948)

In Grundlsee sind die Trommelweiber seit 1948 jeden Faschingmontag unterwegs. Als erstes General-Obertrommelweib wurde Max Köberl sen. bestimmt. Die mit Stolz getragene Fahne zeigt auf der einen Seite Gambrinus, den König der Völler und Schlemmer, und auf der anderen Seite den Affen als Sinnbild für Trunkenheit. Als Bekleidung wurden ausschließlich weiße "Weibernachtpfeithen" und Nachthauben festgelegt.

Unter den wachsamen Augen der späteren Obertrommelweiber Leopold Köberl, Josef Amon und aktuell Rudolf Gasperl sowie den Fähnrichen Max Strimitzer, Fritz Geistberger und aktuell Andreas Syen wird gemeinsam mit den Musikanten der Musikkapelle Grundlsee im Glanggerl-Gang zum Faschingmarsch marschiert.

Ein Grundlseer Trommelweib muss mit den Menschen und dem Orte Grundlsee in fester Verbindung stehen und darf an den heiligen drei Faschingtagen bei Strafe keinerlei Arbeit annehmen und hat alle Gläser und Flaschen auszutrinken, die ihm von den Gastgebern vorgesetzt werden.
Das Aufnahmeritual ist ähnlich deftig wie bei den anderen Gruppierungen und die Novizinnen werden auch hier durch den Fünferrat bestimmt.

Grundlseer Trommelweiber
Grundlseer Trommelweiber
Grundlseer Trommelweiber

STRASSNER TROMMELWEIBER (seit 1954)

Es war der Faschingssonntag des Jahres 1948, als das erste Mal das bekannte "Maschkera-Schlittgoasreitn" in Weißenbach unter Beteiligung der Feuerwehrmusikkapelle Strassen, die 1923 gegründet wurde, stattfand. Die Zusammenkunft war beim "Sea" in Weißenbach und der damalige Landwirt Johann Frosch vlg. Sea Håns, verpflichtete die Mitglieder der Musikkapelle, endlich eine Trommelweiberpass zusammenzustellen, ansonsten würden sie nicht mehr bei ihm einkehren dürfen.

So riefen ein paar Musikanten 1954 die Strassner Trommelweiber ins Leben. Schon davor zogen Maschkera, begleitet von Musikanten der Musikkapelle, welche damals in einem Husarengewand unterwegs waren, vom Haus Nummer 1 (Galler in Gschlößl) ausgehend durch die Ortschaft.

Erst nach der Gründung der Trommelweiber kleideten sich die Mitglieder mit einer einfach genähten Haube, einem Oberteil und einem weißen Kittel. Das Obertrommelweib (Stabführer) hatte zur damaligen Zeit nur einen einfachen weißen Stab mit einem Maschkerakopf am oberen Ende. Unter tatkräftiger Unterstützung von Milla Prosch und Franz Köml erhielten die Trommelweiber dann ihre eigene Fahne, die den Stab ersetzte.

Der Abmarsch der Trommelweiber in Strassen erfolgt seit Anbeginn vom Haus Nr. 2 in Gschlößl vlg. Hitter, wo die Trommelweiber mit warmen Most und Schnaps versorgt werden. Das damalige Obertrommelweib, Albert Köberl vlg. Uarz, führte dann auch - nachdem immer mehr Interessenten beitreten wollten - ein strenges Aufnahmeritual ein. Sein Nachfolger war von den 1970er Jahren bis zur Jahrtausendwende Franz Gasperl vlg. Scheibner, danach folgte Hans Stiegerl als Obertrommelweib. Seit geraumer Zeit folgen nun die Strassner Trommelweiber Gerhard Pehringer, der die Fahne weiterhin mit großem Stolz trägt.

Die Strassner Trommelweiber wurden und werden bei den verschiedenen Häusern sehr herzlich und fürsorglich aufgenommen und versorgt und die 37 aktiven Mitglieder freuen sich jedes Jahr aufs Neue, wenn sie sich am Faschingmontag um 12:30 Uhr beim Freismut vlg. Hitter, in Radling treffen um ein weiteres Kapitel ihrer Geschichte zu schreiben.

Strassner Trommelweiber
Strassner Trommelweiber
Strassner Trommelweiber
Tressner Trommelweiber
Tressner Trommelweiber

TRESSNER TROMMELWEIBER (seit 1956)

Es war der Faschingmontag 1956 als im Gasthaus Loitzl-Waltl in Obertressen die Tressner Trommelweiber bzw. die Maschkera A.G. mit einer Fahnenweihe gegründet wurden. Damit die Weihe ordentlich ausfiel, wurde diese im Beisein der vier Patinnen Gretl Loitzl, Poldi Rastl-Fuchs, Hilda Gasperl und Adelheid Kahls nach ein paar Stunden im Gasthaus Sieger-Binder wiederholt. Nach einem Rundgang durch den Ortsteil, bei dem die Trommelweiber bei gastfreundlichen Häusern mit Alkohol versorgt wurden, fand ein Abschluss im Gasthaus Loitzl-Waltl statt.

Unter den Obertrommelweibern Alois Gasperl bzw. Walter Klawik wurde dann die Tradition weitergepflegt, vom Gasthaus Waltl durch Ober- und Untertressen zum Gasthaus Stieger zu marschieren und bei sämtlichen gastfreundlichen Häusern auf eine Jause und Getränke einzukehren. Anlässlich des Todes des Obertrommelweibes Walter Klawik im Jahre 1986 verzichteten seine Kameraden auf eine Ausrückung.

Da Ende der 1980er Jahre das Gasthaus Waltl geschlossen wurde, beschränkt sich der Zug der Tressner Trommelweiber vom Gasthaus Stieger durch das ganze Dorf, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Seit 2005 ist Reinhart Pehringer als Obertrommelweib tätig, ihm zur Seite steht Stabführer Helmut Gasperl. Anlässlich der 50- und 60jährigen Bestandsjubiläums wurden beim Stieger zwei wunderbare Feiern ausgerichtet.

REITERER TROMMELWEIBER (seit 1984)

Im Herbst 1984 wurden durch Christian Preßl, der dann als Obertrommelweib agieren sollte, die Männer der Ortsteile Reitern und Ischlberg buchstäblich "zusammengetrommelt" um eine eigene Trommelweiberpass zu gründen. Da am Faschingsonntag schon ein Maschkeraskifahren (heute Maschkera-Schlittgoasreitn) am Ischlberg stattfand und dort eine musikalische Belebung fehlte, wurde diese Veranstaltung als Ausgangspunkt der Route der Reiterer Trommelweiber gewählt. Seit damals wird diese Tradition gehegt und gepflegt und so sind somit seit mehr als drei Jahrzehnten auch am Reiterer Plateau eigenständige Trommelweiber unterwegs.

Mit dem Bau verschiedener öffentlicher Institutionen erweiterte sich die Route der Reiterer Trommelweiber zusehens und so werden neben Privathäusern auch das Seniorenzentrum, das Krankenhaus Bad Aussee, das Hotel Wasnerin und das Narzissenbad besucht. Seit einigen Jahren hat Reinhard Preßl das Amt des Obertrommelweibes von seinem Großvater übernommen.
Durch den regen Zulauf von jungen Musikanten und Trommelweibern braucht sich das amtierende Obertrommelweib keine Gedanken über die Fortsetzung dieser Tradition machen.

Reiterer Trommelweiber
Reiterer Trommelweiber
Reiterer Trommelweiber