© Wallfahrtskirche Maria Kumitz (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut/Hermann Rastl
Wallfahrtskirche Maria Kumitz

Kultur- und Sakralplätze

Bergkirche Tauplitzalm
Die kleine Bergkirche auf der Tauplitzalm wurde 1962/1963 auf Initiative der katholischen Jugend erbaut. Sie ist nicht gerüstet für regelmäßige Messen, sondern ist hauptsächlich für Urlauber gedacht, die auf der "Alm" wohnen.
Die Kirche selbst erinnert an ein Zelt, wodurch ausgedrückt wird, dass sich der Mensch auf der Erde nur auf der Durchreise befindet und das Leben erst im Himmel beginnt. Die auffallende Giebelform der Kirche ist vergleichbar mit einem Berg - schließlich ist sie ja auch eine Bergkirche.
Beim Eintritt in die Kirche richtet sich die Aufmerksamkeit sofort auf das prunkvolle Fenster, welches die Vorderseite völlig ausfüllt, es ist Zeichen der hl. Dreifaltigkeit. Von den Farben her wird es nach oben heller und deutet somit die Auferstehung an.
Linoleum ist das Material des Bodens, wobei sich im Altarraum ein Holzboden befindet und der rechteckige Holzaltar passt sich in seiner Form der Kirche an. Auf dem Altar steht ein Kreuz, das wie das Fenster aus Glas gestaltet ist.
Auffallend ist, dass weder Ambo (Lesepult), Tabernakel (Aufbewahrungsraum der konsekrierten Hostien, Taufbecken noch Sessio (Sessel wo Priester und Ministranten sitzen) vorhanden sind, da es sich um eine Kirche handelt, die nur für Bergmessen gedacht ist. Weiters charakteristisch für diese Kirche ist eine Wendeltreppe, welche zur Sakristei in ein Untergeschoß führt. Die Anordnung der Sitzbänke ist durchgehend und ohne Mittelgang.

Gößl
Die kleine Ortschaft Gößl befindet sich am hinteren Ende des Grundlsees. Malerisch gelegen ist sie der Ausgangspunkt für Wanderungen ins Tote Gebirge, zum Toplitzsee, rund um den Grundlsee und zur Tauplitzalm. Die kleine Kirche im Ortszentrum ist dem heiligen Raphael geweiht. Sie bildet eine Besonderheit unter den Kirchen des Ausseerlandes. Im Jahr 1781 wurde von den Ortsbewohnern, da ihnen der Messgang nach Bad Aussee zu mühsam war, der Bau dieser Kirche beantragt. Es dauerte lange, bis sie endlich fertiggestellt war.
1821 geweiht, befindet sich sich im Privatbesitz von 14 Gößler Familien.

Kalvarienbergkapelle
Mit dem Bau der Kalvarienbergkapelle (Karler-Haus, Fischerndorf) in Altaussee hat Steinmetz Karl Köberl 1881 ein Gelübde erfüllt. Der Platz für die Kapelle wurde sorgfältig gewählt: "als einer der schönsten Aussichtsplätze über das Tal bei aufgehender Sonne".

Kirche in Bad Mitterndorf
Die Pfarrkirche von Bad Mitterndorf ist der heiligen Margarethe geweiht. Es wird vermutet, dass die Kirche auf einem vorchristlichen Kultplatz steht. Fakt ist, dass sie eine der ältesten christlichen Kultstätten der Region ist.

Kirche in Tauplitz
Tauplitz war tief verstrickt in die Glaubenskriege der Katholiken und Evangelischen, dabei kam fast die Hälfte der Einwohnerschaft um. Der Grundstein für die heutige Kirche wurde 1752 gelegt, die Weihe erfolgte 1775.

Kumitzberg
Dieser 930m hohe, frei stehende Hügel bei Bad Mitterndorf war schon in Urzeiten und auch nach der Christianisierung eine Pilgerstätte. Heute führt ein Kreuzweg auf den Berg, dessen Name "Kumitz" aus dem Slawischen stammt und schlicht "Hügel" bedeutet.

Krungl
Der Ort hat einen slawischen Namen - "krongl" bedeutet "rund". Im 13. Jahrhundert heißt er Chrungil, ebenso wie der Grundlsee, der ursprünglich möglicherweise besitzrechtlich zu Krungl gehörte.
Die Ortschaft ist auf einem Gräberfeld errichtet, das zunächst den Slawen zugeordnet wurde, aber auch schon bajuwarisch sein könnte. Es kann einem Häuslbauer hier schon mal passieren, dass er beim Kelleraushub auf Knochenreste stößt. Die Gräber stammen aus der Zeit zwischen 600 und 900. Damals begann die Christianisierung der Region und so finden sich hier Heiden und Christen nebeneinander bestattet.
Der Sage nach soll der Schmied von Krungl dereinst das Totenheer der Wilden Jagd beschlagen haben.

Lieglloch bei Tauplitz
Über die Hollalm und die Bergerwand geht es zum Lieglloch, einer Höhle, die Archäologen bereits eingehend erforscht haben. Sie fanden steinzeitliche Knochenflöten und andere Gegenstände, die vermuten lassen, dass hier einst ein Kultplatz war.

Mittelpunktstein Kurpark Bad Aussee
Das geografische Zentrum Österreichs hat einen Namen: Bad Aussee. Im Kurpark der Stadt steht ein Marmorstein, der diesen Mittelpunkt symbolisiert. Umgeben von Kastanien und ganz in der Nähe einer Statue von Erzherzog Johann.

Ruine Pflindsberg
Bischof Philipp von Sponheim (1220-1279) gründete die Burg bei Bad Aussee zum Schutz der Salinen am Sandling und des alten Salzwegs. Einst ein Gefängnis, verfiel die Anlage um 1780. Heute soll dort die Seele eines unschuldigen Gefangenen in Gestalt eines schwarzen Reiters umhergeistern.

Salzofenhöhle
In der Felswand auf dem Weg von Grundlsee zum Wildgössl befindet sich eine Höhle, die archäologisch von großer Bedeutung ist. Die Salzofenhöhle war aller Wahrscheinlichkeit nach ein steinzeitlicher Kultplatz, in jedem Fall aber die höchstgelegene eiszeitliche Jagdstation Österreichs. Hier fand man 34.000 Jahre alte Knochen von Höhlenbären und Steinwerkzeuge der damals lebenden Menschen. Zu den Fundstücken gehörte auch eine Knochenflöte, das älteste auf österreichischem Boden entdeckte Musikinstrument.

Teltschenalm
Hinter dem Kampl (1.685 m) liegt die Teltschenalm, die von Bad Mitterndorf bequem erreichbar ist. Auf der Alm steht ein Marterl - hier soll im 19. Jahrhundert zwei Hirten Maria erschienen sein. Im Almbereich sind noch zwei weitere Marienerscheinungen überliefert.

© Dorfkirche Gößl (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Franz Steinegger
Dorfkirche Gößl (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Franz Steinegger
© Nebellandschaft Ausseerland (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Alois Gigler
Nebellandschaft Ausseerland (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Alois Gigler
© Mittelpunktstein im Kurpark Bad Aussee (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Siegfried Zink
Mittelpunktstein im Kurpark Bad Aussee (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Siegfried Zink
© Ruine Pflindsberg (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Theresa Schwaiger
Ruine Pflindsberg (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Theresa Schwaiger
© Salzofen mit Lahngangseen (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Thomas Guggenberger
Salzofen mit Lahngangseen (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Thomas Guggenberger
© Teltschenalm (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Christina Arzberger
Teltschenalm (c) TVB Ausseerland - Salzkammergut | Christina Arzberger