Vom Toplitzsee zum Kammersee

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Bad Heilbrunn
Das Heilbad war vermutlich schon lange vor der Römerzeit in Gebrauch. Der Sage nach soll ein verwundetes Reh einem Jäger den Weg zu dem warmen, Leiden lindernden Wasser gewiesen haben. Unter der römischen Herrschaft wurde die Thermalquelle zu einer Art Reha-Zentrum ausgebaut. Um dem heilenden Wasser nahe zu sein, ließ sich um 300 der römische Kaiser Maxentius Severus samt Gefolge in der Gegend nieder. Und er blieb nicht der einzige "hohe Gast".

Grimming
Zwei "Tore" führen in die Sagenwelt des Grimming. das Grimmingtor vom Ennstal und das Eiserne Tor von Bad Mitterndorf her. Die andere Welt im Berg beherbergt Schätze und Zwerge als deren Hüter. Am Berg selbst sollen immer noch zahlreiche Sagenwesen wie etwa das kleine bärtige "Grimming-Männlein" und eine "Weiße Gams" leben. Für Freveltaten gabe es früher oft harte Strafen durch die Geister des Berges, umgekehrt wurde demütiges Verhalten der Natur gegenüber belohnt.

Jungfrauenbründl
An anderen Quellen soll es schon vorgekommen sein, dass Heilwassersüchtige mit Bussen anreisten und das kräftigende Nass in Kanistern fortschleppten. Am Jungfrauenbründl, etwas abseits des Wildensees, werden sich derartige Auswüchse anbetrachts des mühsamen An- und Abmarschweges wohl kaum zutragen. In der Nähe des Sees wurde eine Fibel aus der Bronzezeit gefunden, ein Beleg dafür, dass die Alm bereits seit der Bronzezeit, also seit mehr als drei Jahrtausenden bewirtschaftet wird.

Kammersee und Traun-Ursprung
Der Kammersee liegt hinterm Toplitzsee und ist eingebettet in die Kalksteinberge des Toten Gebirges. Sein Wasserstand variiert je nach Jahreszeit. Die einsame Bank mit Blick auf den See ist "pures Glück" und wer den See umrundet, kann am Traun-Ursprung nymphenartige Wildfrauen beim Baden entdecken. Die scheuen Wesen sind weder Sirenen noch Hexen und - bei genügend Phantasie - schön anzusehen.

Kochalmweg mit Reithartl
Wer von Bad Mitterndorf zur Kochalm wandert und am Reithartl vorbeikommt, dem kann schon mal das Totenheer der Wilden Jagd (Jagdgesellschaft übernatürlicher Wesen) oder ein kauziger Waldgeist begegnen - so berichten Sagen.

Lawinenstein
Der Lawinen- oder Lopernstein ist ein balkonartiger Aussichtsberg mit gutem Blick über das Land um Bad Mitterndorf einerseits und das Grundlseegebiet andererseits. Am Berghang befinden sich mehrere Schlünde und ein Wetterloch, das fast senkrecht in die Erde hinabführt. Wirft jeman dort einen Stein hinein, so soll am selben Tag noch ein schweres Gewitter losbrechen - heißt es!

Redender Stein
Wissenschaftler, die der Namensgeschichte nachgingen, stellten fest, dass der Redende Stein eigentlich Rötender Stein hieße. Wegen des Farbenspiels, das dort im fahlen Sonnenlicht zu beobachten ist. Tatsächlich aber werden die Wanderer, die hier, vom Appelhaus her kommend, für einige Zeit Rast machen, mitunter eigenartige Geräusche wahrnehmen. Der durch den Fels brausende Wind redet tatsächlich.

Ruine Pflindsberg
Pflindsberg ist die Burg des bösen Bischofs Philipp von Sponheim. Im Jahr 1246 ließ er das Ausseer Gebiet mit Waffengewalt besetzen, um die Erträge aus der Saline zu kassieren. Bevor er sich aus der Steiermark wieder zurückziehen musste, gründete er die Burg Pflindsberg, zum Schutz der Salinen am Sandling und des alten Salzweges. 1395 war die Burg Sitz des Pflegeamtes, später Gefängnis für "Malefizpersonen" worunter man z.B. Mörder verstand. Der Sage nach soll die Seele eines unschuldigen Gefangenen, der im Turm gestorben ist, heute noch als schwarzer Reiter über die Schlosswiese geistern.

Tauplitzalm - Tauplitzer Seen
Auf der Tauplitzalm gibt es sechs Seen, darunter auch den Großsee, den Steirersee und den Schwarzensee. Einer Sage nach, ist ein alter Ort aufgrund seiner Sittenlosigkeit komplett in einem der drei Seen versunken.

 

Salza Stausee - Naturschätze Bad Mitterndorf
Grimming
Ruhe- und Kraftort Kammersee
Redender Stein
Großsee auf der Tauplitzalm am Morgen
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